Monday, January 4, 2021

HIDDEN JEWEL fürs NATIONAL MUSEUM OF ICELAND

















"Glaube, was du siehst - nein, glaube die Hälfte von dem, was du siehst!" (Zitat aus "The Crimson Pirate/Der Rote Korsar" 1952)


HB: „In meinen meisten Arbeiten habe ich versucht zu zeigen, dass unsere Vorstellungskraft unbewusst oder bewusst auf das reagiert, was wir in populären Produktionen der Massenmedien (Print, Film, TV, Social Media) sehen“ auch wenn wir glauben, die uns umgebende „Realität" direkt und unverstellt zu sehen. 

Das ist auch die Art und Weise, wie wir innerhalb unserer Kultur kommunizieren: Wenn wir etwas Neues sehen, erinnert es uns vielleicht an etwas, das wir schon einmal gelernt haben, oder wir vergleichen es mit eingeprägtem Wissen. So entsteht ein Gewebe aus eigenem Denken und vorgefasster Bewertung und wir sehen uns damit als Teil der Gesellschaft. 


Die interessante Entstehungsgeschichte des Romans "Die Schatzinsel" des schottischen Autors Robert Louis Stevenson (Erstveröffentlichung 1881/82) verbindet die Textproduktion mit dem Gemälde einer fiktiven Insel, die den Autor zu seiner abenteuerlichen Geschichte inspirierte.  

Die 2003 beginnende Hollywood-Filmreihe "Fluch der Karibik" hat nicht nur gezeigt, dass diese Art des Geschichtenerzählens sich der heutigen Mode anpassen kann, sondern auch, dass es inzwischen eine Vielzahl von Referenzen und "Hommagen" gibt und das Verfahren der Querverweise und des sampling’s verwendet und zu einer zweiten Ebene des Spasses wird (Buster Keatons Film "Der Seefahrer" von 1924, Robert Siodmaks "Der scharlachrote Pirat" von 1952).  Konstante in diesen romanhaften Inszenierungen sind "Meer und Insel" (= Isolation und auf Karte aufgezeichnetes Versteck), der "Schatz" (= vom Ursprung losgelöster Reichtum) und der Pirat (= Rebell gegen die Gesellschaft) - Ideale, die auch die Mythen um "Kunst" (= die Aufzeichnung, der Schatz) und "den Künstler" (= das Atelier, den Rebellen) betreffen. 


"Hidden Jewel", eine Zeichnung auf Siebdruck von Holger Bunk, 2019, 42 x 30 cm, wie sie in der Jubiläumsausstellung zum 40-jährigen Bestehen der Corridor Gallery von Helgi Thorgils Fridjonsson gezeigt und nun dem National Museum Of Iceland geschenkt wurde, bezieht sich im Titel ausser auf romanhafte Exotik auf den Begriff, wie er in der Welt der Banker und Börsen verwendet wird: Ähnlich Aktien, deren Potential unterschätzt ist, kann Kultur, können Kunstwerke etwas sein oder enthalten, das mehr wert ist, als man vielleicht weiß.












Hidden Jewel donated to National Museum Of Iceland


















„Believe what you see – no, believe half of what you see!“ (quote from “The Crimson Pirate“ 1952)


HB: “In my most of my work I always tried to show that our imagination reacts unconsciously or fully aware on what we see in popular productions of mass media (print, film, TV, social media)“. 


This is also how we communicate within our culture: If we see something new, it may remind us of something we have learned before or we compare it with imprinted knowledge. Thus, a fabric of own thinking and preconceived evaluation is created, we see ourselves as part of society. 

The interesting story of the making of the novel “Treasure Island“ by the Scottish Author Robert Louis Stevenson (first published in 1881/82) connects the production of text with a painting of a fictional island which inspired the author create his adventurous tale.  

The series of Hollywood movies “Pirates of the Caribbean“, starting in 2003, did not only show that this type of storytelling can adapt to present fashion, but also that in the mean time a wide range of references and “homages“  is available (Buster Keaton´s film “The Navigator“ from 1924, Robert Siodmak`s “The Crimson Pirate“ from 1952).  

Constant in those novel- based productions are „sea and island“ (= isolation and hiding place), the “treasure“ (= wealth which is detached from its origin) and the pirate (= rebel against society) - ideals which also concern the myths around “art“ (= treasure) and “the artist“ (= the atelier, the rebel). 


“Hidden Jewel“, a pencil drawing on 3 color screen print on Indian paper by Holger Bunk, 2019, 42 x 30 cm was shown in the 40th anniversary show of Helgi Thorgils Fridjonsson`s Corridor Gallery in Reykjavik and is now given to the National Museum Of Iceland. In its title it refers to fictional story telling with exotic elements as well as to the term used in the world of bankers and stock markets: Art works may be or contain something that is worth more than one may know.




Tuesday, November 10, 2020

Booklet: LET`S BE SWEETHEARTS AGAIN

 










das Buch zur Ausstellung ist erschienen: 

LET`S BE SWEETHEARTS AGAIN 

Eine Publikation zur gleichnamigen Ausstellung in der Strzelski Galerie Stuttgart 

mit zahlreichen Abbildungen von 

Gala Adam

Holger Bunk

Marco Faisst

Bernhard Kahrmann

Isabell Kamp

Jost Münster

Vivien Ruxton

Damian Stamer

Alberto Zamora

und einem Gespräch zwischen Stephan Rößler und Holger Bunk


70 Seiten, gestaltet von Matthias Schreiber, Redaktion Bernhard Kahrmann, Stephan Rößler, Gabriele Franziska Götz und Holger Bunk

Erhältlich für 16 Euro unter 

bunk@xs4all.nl 

Friday, October 23, 2020

LOGICA SIMULATA. Holger Bunk show @ Böblinger Kunstverein
















Eröffnung: Freitag 9. Oktober 2020, 19 – 22 Uhr
Kunstgespräch: Mittwoch 28.Oktober 2020, 19.45 – 21 Uhr( Anmeldung erforderlich unter info@kunstvereinbb.de bis 27.09. Oktober – 8. November 2020

Öffnungszeiten: Mittwoch 9.30 Uhr – 12 Uhr, Sonntag 14 Uhr – 17 Uhrund nach Vereinbarung

telefonisch mittwochs unter 07031 22 21 12

kabinett # 44 1.OG Böblinger Kunstverein e.V.
Künstlerhaus Altes Amtsgericht, Schlossberg 11, 71032 

Böblingenwww.kunstvereinbb.de 

info@kunstvereinbb.de

In dieser Ausstellung sind zahlreiche Zeichnungen und Malereien, neue mit älteren Arbeiten konfrontiert. Ein verkürzter Überblick über 40 Jahre figurativ-gegenständlicher Arbeit.  Es erscheint ein Katalogheft mit einem Text von E.G.Baumann, gestaltet von Gabriele F. Götz.

This show combines drawing and painting, recent and some older works of the figurative painter Holger Bunk.





Thursday, March 26, 2020

support artists now! LET´S BE SWEETHEARTS AGAIN Ausstellung in Stuttgart


















Unterstützen Sie Künstlerinnen, Künstler und Galerien gerade jetzt!

Diese Ausstellung ist noch online zu sehen auf
Website der Strzelski Galerie
Ein Publikation zu "lets be sweethearts again" ist in Vorbereitung.
















LET´S BE SWEETHEARTS AGAIN



STRZELSKI GALERIE ROTEBÜHLPLATZ 30 70173 STUTTGART

28.03.2020 — 10.05.2020
LET’S BE SWEETHEARTS AGAIN
Ehemalige Schüler*innen der Klasse Bunk zu Gast
GALA ADAM
HOLGER BUNK

MARCO FAISST
BERNHARD KAHRMANN
ISABELL KAMP
JOST MÜNSTER
VIVIEN RUXTON
ALBERTO ZAMORA-RUIZ

Der  geplante PREVIEW FREITAG 27. MÄRZ 2020  muss aufgrund der Einschränkungen im Rahmen des Schutzes vor Coronainfektion entfallen. Die Ausstellung ist auf Anfrage zu besichtigen.
Bitte achten Sie aber auch auf die Dokumentation auf der Website der Galerie. Sara Dahme wird einen Wortbeitrag erstellen, der auf verschiedenen Medien zur Verfügung stehen wird.
Ausstellungsdauer 28. MÄRZ bis 10. MAI 2020
STRZELSKI GALERIE
MARIO STRZELSKI · · · ROTEBÜHLPLATZ 30 · · · 70173 STUTTGART · · · TEL +49.711.601.48.18 · · · WWW.STRZELSKI.DE
GALERIE@STRZELSKI.DE · · ·  DERZEIT NACH ABSPRACHE
H STADTMITTE      PARKPLATZ ROTEBÜHLHOF/FINANZAMT


Für die grossartige und zuverlässige logistische Unterstützung, die die Transporte zur Ausstellung in Stuttgart möglich machte, danken wir in besonderer Weise Herrn MARC FISCHER.





Sunday, January 19, 2020

Safe The Date

design: G.F. Götz ambulant Design Amsterdam














Die aktive Zeit als Professor an der Akademie in Stuttgart endet für H. Bunk offiziell mit der Pensionierung zum 1. Oktober 2020. Die Abschiedsfeier in Form eines Konzertes befreundeter MusikerInnen musste wegen der zeitweiligen Schliessung des Akademiegebäudes für die Öffentlichkeit abgesagt werden.


Sunday, November 3, 2019

quote of A.H. Causa on ARTISTIC PARTISANSHIP

Quote by art historian A. H. Causa
from a lecture held in Channel N°178 Art Space in Amsterdam on June 5. 2019 


Not long ago exhibition world, art schools and in art itself seemed to imply, that all forms of ideology might be criticized, examined and sometimes even dissected ironically. Obviously this is all over. No fictional open space is left for artists to operate sovereignly; What is left is the criticism of “the other ideology” which may strengthen the own positioning in a antipodal apparatus. Therefore for present and future the question arises how artistic partisanship will develop and what it means for art.


















Vor noch nicht langer Zeit, schien in Ausstellungsbetrieb, in Kunsthochschulen und wohl auch in der Kunst selbst der unausgesprochene Konsens zu bestehen, dass alle Formen von Ideologien von dort aus kritisiert, untersucht und überprüft und nicht selten auf ironische Art seziert werden konnten. Das ist offensichtlich vorbei. Es gibt diesen fiktiven offenen Raum nicht mehr, von dem aus Künstlerinnen und Künstler souverän agieren, sie können nur noch „die andere Ideologie” angreifen und beziehen dafür Position in der „eigenen“, die sich dadurch mehr und mehr manifestiert. Deshalb schliesst sich für Gegenwart und Zukunft die Frage an, wie sich künstlerische Parteinahme entwickeln wird und was diese für Kunst bedeuten wird..