Sonntag, 3. November 2019

quote of A.H. Causa on ARTISTIC PARTISANSHIP

Quote by art historian A. H. Causa
from a lecture held in Channel N°178 Art Space in Amsterdam on June 5. 2019 


Not long ago exhibition world, art schools and in art itself seemed to imply, that all forms of ideology might be criticized, examined and sometimes even dissected ironically. Obviously this is all over. No fictional open space is left for artists to operate sovereignly; What is left is the criticism of “the other ideology” which may strengthen the own positioning in a antipodal apparatus. Therefore for present and future the question arises how artistic partisanship will develop and what it means for art.


















Vor noch nicht langer Zeit, schien in Ausstellungsbetrieb, in Kunsthochschulen und wohl auch in der Kunst selbst der unausgesprochene Konsens zu bestehen, dass alle Formen von Ideologien von dort aus kritisiert, untersucht und überprüft und nicht selten auf ironische Art seziert werden konnten. Das ist offensichtlich vorbei. Es gibt diesen fiktiven offenen Raum nicht mehr, von dem aus Künstlerinnen und Künstler souverän agieren, sie können nur noch „die andere Ideologie” angreifen und beziehen dafür Position in der „eigenen“, die sich dadurch mehr und mehr manifestiert. Deshalb schliesst sich für Gegenwart und Zukunft die Frage an, wie sich künstlerische Parteinahme entwickeln wird und was diese für Kunst bedeuten wird..





Donnerstag, 4. April 2019

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Irrungen,Wirrungen Friedrich Meschede 
Holger Bunk erhält 2015 eine Einladung zu einer Ausstellung im Kunstraum Neuruppin. Diese Stadt im Norden von Berlin ist nicht nur durch Theodor Fontane bekannt geworden, auch und besonders als Produktionsstätte des sogenannten «Neuruppiner Bilderbogens». Diese sogenannten Einblattdrucke waren im 18. und 19. Jahrhundert besonders beliebt. Sie konnten belehren oder auch nur unterhalten oder als Dekor verstanden werden, weil man sich «hohe» Kunst nicht leisten konnte. Dadurch wurden sie zum Sammelobjekt. In den bildreichen Bogen wurden verschiedene Themen populär zur Darstellung gebracht, der Neuruppiner Bilderbogen war ein enzyklopädisches Medium, um auf einfache wie eindrucksvolle Weise die Welt zu erklären. Sie stellen in schematischer Übersicht die Welt der Pflanzen, der Früchte, der Tiere, der Mineralien dar, Landschaften wurden in ihrer typischen Weise vorgestellt, weil das Reisen noch nicht möglich war, regionales Brauchtum wurde vermittelt, Märchen oder Moralisches in Szenen erzählt, kurz: diese Drucke waren anschaulich und beliebt, kamen in Schulen zum Einsatz oder auch als Flugblatt, wenn z.B. ein Bogen zum Deutsch- Französichen Krieg 1870/71 in einer Auflage von fast 2 Millionen Exemplaren gedruckt worden sein soll. 
Vor diesem Hintergrund beginnt Holger Bunk die Arbeit an «Irrungen,Wirrungen», einem so betitelten Text von Theodor Fontane mit einem Zitat aus diesem Roman. Das Buch ist im 6. Blatt der Serie als gelbes Reklamheft zitiert, kombiniert mit einem Barcode, der, einmal gescannt, den Nut­zer zu einem Text von Holger Bunk über Malerei führt, der seinerzeit Grundlage einer Vorlesung an der Akademie in Stuttgart war (Anmerkung: „Kathedrale und Bierdeckel – Gefälle zwischen Malerei und Illustration?" ein älterer Post, weiter unten auf diesem blog). Bunk konzipiert eine Arbeit bestehend aus mehreren Blättern, beginnend damit, das auf je­ dem Blatt ein Wort des Satzes von Fontane steht. 
Ebenfalls 2015 besucht Holger Bunk die Kunsthalle Bielefeld, um die damals stattfindende Ausstellung «Serendipity – Niklas Luhmann, Ulrich Rückriem, Jörg Sasse » zu besuchen. In dieser Ausstellung wurde der Zettelkasten von Niklas Luhmann erstmals öffentlich ausgestellt und in der Auseinandersetzung mit Luhmann stößt Holger Bunk auf einen Satz aus Luhmanns Schriften zur Kunst und Kultur, den er nun dem Satz von Fontane zuordnen will. Es treffen zwei ganz gegensätzliche literarische Stile aufeinander, dem romantischen Fontane­ –Zitat wird nun das analytische Luhmann­–Zitat gegenübergestellt. So finden sich nun zwei Wörter auf je einem Blatt der Bildserie, die sich in ihrer Konstellation aus dem Zufall der Überlagerung ergeben. Am Anfang und Ende der Bildfolge steht ein Ganzfiguren- porträt des Autors, bevor die beiden Sätze zitiert werden. Die Logik der gelesenen Sätze gibt damit die Anordnung der Bilder vor. Fontane liest man oben mit roten Buchstaben, Luhmann in blauer Schrift darunter. Aufgrund der Tatsache, dass der Luhmann­–Satz mehr Wörter enthält als derjenige von Fontane er­ gibt es sich, das Blatt zwei und drei der ers­ten Worte von Luhmann keine Korrespondenz zu Fontane aufweisen. Um diesen Gestaltungsvor­gang biblisch zu begründen: Am Anfang stand das Wort. 
Bei der Erfindung/ Findung der bildneri­schen Elemente lässt sich Holger Bunk fortan von den Assoziationen leiten, die durch die Begriffe ausgelöst werden. Ein prägnantes Beispiel sei mit dem Begriffspaar «Ehrlichkeit/Rede» des 30. Blat­tes genannt, dem Bunk aus der Erinnerung ein historisches Foto des Eichmann­–Prozesses der 1960er Jahre in Jerusalem zuordnet. Im Blatt 4 mit dem Begriff «Medium» stellt Bunk in comicar­tiger Weise die Herstellung eines Bilderbogens dar, er illustriert die Vervielfältigung als solche. Mit Blatt 26 «Was/man» nimmt er Bezug auf den Ort, indem er die Fassade des Geburtshauses von Theodor Fontane darstellt, die Fassade des Gym­nasiums, das dieser Sohn der Stadt besucht hat und schließlich die Kirche von Neuruppin, um in dieser eigenwilligen Stadtvedute die Wahrzeichen des Ortes wie in einer Ansicht aus Bühnenvorhän­gen hintereinander gestaffelt zusammen zu zeigen. 
Markant ist noch Blatt 32 mit dem Begriffspaar «Freiheit/akustisch», weil hier der Comicstil der französischen Zeitschrift Charlie Hebdo zu erkennen ist und Bunk damit ein Datum aufgreift, das sich auf die Terroranschläge von Paris im Januar 2015 bezieht. 
Diese Beispiele mögen genügen um zu belegen, wie spontan assoziativ einerseits, aber auch konzeptuell zitierend andererseits Holger Bunk diese Bildserie «Irrungen,Wirrungen» gestal­tet hat. Es ist ein aktueller Bilderbogen zeitgenös­sischer Art entstanden, der auch beispielhaft für die Bilderflut heutiger Medien steht, in denen wir uns täglich zurechtfinden müssen. In «Irrun­gen,Wirrungen» mischt Bunk stilistische Vielfalt und er wechselt auch die Darstellungstechniken, er arbeitet mit Pastellkreide, dem Zeichenstift oder er aquarelliert die Motive, die eben Bildzitate sind oder frei erfundene Figurationen, die allesamt aus dem Bildarsenal des Künstlers stammen, das permanent sortiert werden will. 















































 







 

 

 










Mittwoch, 3. April 2019

Irrungen Wirrungen (title from Theodor Fontane´s 1917 novel "Trials and Tribulations")

Irrungen Wirrungen Holger Bunk´s series of paintings on paper from 2016/17
at Kunsthalle Bielefeld 2018

























Irrungen Wirrungen –"Trials and Tribulations"
Friedrich Meschede
translation Gitta Bertram

In 2015 Holger Bunk received an invitation to an exhibition in Kunstraum Neuruppin. This city to the north of Berlin is not only famous because of Theodor Fontane, but also and especially as the production site of the «Neuruppiner Bilderbogen». These coloured broadsheets were especially popular in the eighteenth and nineteenth centuries. They could teach or simply entertain, or they could be understood as decoration because «fine» art was not commonly affordable. In this way they became collectibles. Various topics were visualised in the popular broadsheets full of images. The “Neuruppin Bilderbogen” was an encyclopaedic medium that explained the world in easy but memorable ways. The prints introduced the world of the plants, fruits, animals, minerals in schematic overviews; typical landscapes were shown as travelling was not possible; regional traditions were conveyed; fairy tales or moral stories told in short scenes. In short: these prints were visually appealing and popular and were used in schoolrooms or as flyers. A broadsheet concerning the Franco-Prussian War 1870/71, for instance, was allegedly printed in an edition of almost two million prints.

This is the background for Holger Bunk's work «Irrungen Wirrungen», which takes its title from a novel by Theodor Fontane and uses a quotation from it. [Translator's note: The title means "errors and confusions" in a very literal sense; the novel by Fontane was translated as Trials and Tribulations (1917), A Suitable Match (1968), and On Tangled Paths (2010).] The book itself is referenced on the sixth sheet in the form of a yellow Reclam paperback, combined with a QR code. If scanned, it leads the user to an essay on painting by the artist himself,  originally held as a lecture at the Academy of Fine Arts in Stuttgart and now published on the blog channelno178.blogspot.de.  Bunk has devised his work as a series of sheets, each beginning with a word from Fontane's quotation.

Also in 2015 Bunk visited Kunsthalle Bielefeld in order to see the exhibition «Serendipity - Niklas Luhmann, Ulrich Rückriem, Jörg Sasse». In this exhibition Luhmann’s famous slip box was exhibited for the first time. Reading Luhmann's writings on art and culture, Bunk chanced upon a sentence which he now wants to assign to Fontane's sentence. Two opposed literary styles are thus brought together: the romantic Fontane quotation is juxtaposed with the analytical Luhmann excerpt. This results in two words on each sheet of the series, their constellation arising from the coincidence of their superimposition. At the beginning, before quoting the two sentences, and at the end of the series the artist placed full-length self-portraits.


The logic of the sentences dictates the order of the images. Fontane is noted on the top of the page in red, Luhmann’s words beneath in blue. As the sentence by the sociologist consists of more words than that by Fontane, sheets two, and three of Luhmann’s sentence have no corresponding words by the romantic novellist. In order to give a biblical reason for this artistic process: in the beginning was the word.

Irrungen Wirrungen 2016/17, 36 sheets of paper, ca 57x78 cm each





















Henceforth, Holger Bunk lets himself be guided by the associations triggered by the words in his invention or discovery of visual elements. A striking example is the pair of terms on the thirtieth sheet, «Ehrlichkeit/Rede» (honesty/speech), which Bunk collates with the drawing of a historic photograph of the Eichmann trial in Jerusalem 1961. In sheet four with the term «Medium» Bunk shows the printing of a broadsheet in a cartoon-like manner. He thus illustrates reproduction as such. In sheet 26, «Was/man», he refers to the city by displaying the façades of Theodor Fontane's birthplace, of the high school this city's important son visited, and finally of Neuruppin's church; in this idiosyncratic veduta of Neuruppin, the artist shows its landmarks visualised on the page like successive theatrical backdrops.

Sheet 32 is equally striking with its pair of terms «Freiheit/akustisch» (freedom/acoustic); in this sheet the distinctive cartoon style of the French satirical magazine Charlie Hebdo is recognisable, thus referring to the Paris terrorist attacks in 2015.


These examples may suffice to prove that Holger Bunk's visual series «Irrungen Wirrungen» works in two dimensions: on the one hand it is spontaneously associative, but on the other it refers to a multitude of issues beyond Neuruppin and Fontane in a highly planned and conceptual manner. He has created a contemporary broadside exemplary for the flood of images present in today's media in which we daily have to find our ways. Similarly, Bunk mixes a great variety of styles and techniques in «Irrungen Wirrungen»: he works with pastels, the pencil or watercolours, and creates motifs from his personal image archive–itself in constant need of restructuring– be they visual quotations of other sources or invented figurations.























Text lines in in the series "Irrungen Wirrungen":

>> Theodor Fontane 1819 – 1898, novellist and journalist
Irrungen, Wirrungen, novel, German edition from 1888
Chapter 23. ; Quote from the novels figure Rexien
German edition in:  Reclam XL  page165 = red text:

„……Ich sehne mich nach einfachen Formen, nach einer stillen natürlichen Lebensweise, wo das Herz zum Herzen spricht und wo man das Beste hat, was man haben kann, Ehrlichkeit, Liebe, Freiheit……“


>> Niklas Luhmann  1927 – 1998  sociologist 

Schriften zu Kunst und Literatur
Ed. Niels Werber. Frankfurt am Main 2008, Suhrkamp Verlag Wissenschaft, page 128 = Blue text:

…..Im Medium der alphabetischen Schrift kann die Sprache ihre eigene Funktion als Medium ausweiten, sie kann optisch zu neuen Kombinationen angeregt werden, auf die man bei der mündlichen Rede, also akustisch nicht verfallen würde


Donnerstag, 21. Februar 2019

Zum Rundgang der HGB in Leipzig – eine umfangreiche Diskussion in der Hochschule

















Die Wirtschaftliche Situation in Deutschland, und spezifisch in Sachsen, hat dazu geführt dass die HGB-Leipzig die Finanzielle und Strukturelle Aktuelle Lage nicht mehr akzeptiert und dagegen manifestieren wird. — Das “Rundgang” des HGB wird dieses Jahr anders aussehen und als Manifest werden wir heute um 17:00 Uhr die Aktuelle Webseite der HGB runterfahren und mit eine neue Plattform ersetzten. Diese Neue Platform dient das Debatte öffentlich zu machen und zu dokumentieren. Jeder kann sich mitteilen.

Es würde mich sehr interessieren wenn diese Diskussion an Input gewinnt, und ich lade euch ein, teilzunehmen, oder das E-mail an eure Studierenden, Klassen weiterzuleiten. Die sind letztendlich die Betroffene und sollen unbedingt Zugang finden und mit debattieren.
Danke im voraus
Beste Grüsse aus Leipzig
Ludovic

***english version below***

Liebe Lehrende, liebe Studierende an Kunst- und Musikhochschulen,
heute eröffnet der Rundgang der Hochschule für Grafik und Buchkunst / Academy of Fine Art Leipzig (HGB) unter dem Titel „Jetzt:“ (bis 17.02.). In diesem Jahr verzichten die Studierenden auf die Präsentation ihrer Werke und schaffen damit Raum für eine kollektive Aktion zur Forderung besserer finanzieller und struktureller Rahmenbedingungen für die HGB. Dazu finden Sie anbei unsere Pressemeldung und ein Flugblatt mit den genauen Fakten und unseren Forderungen. Ateliers und Klassenräume werden leergeräumt und geöffnet sein, Lehrende und Studierende sind anwesend und laden zu Aktionen und Diskurs ein.

Wir möchten diesen Dialog über den Rundgang hinaus für eine größere Öffentlichkeit öffnen. Die jetzige Situation an der HGB Leipzig stellt, aus wirtschaftlicher, politischer und kultureller Perspektive, auch die Frage der Notwendigkeit und Rolle von Kunstakademien innerhalb unserer Gesellschaft. Diese Fragestellung scheint uns sehr aktuell, wichtig und von gesellschaftlicher Bedeutung. Deshalb brauchen wir auch Ihre/ Eure Stimme:
Unter www.hgb-leipzig.de kann jede*r während der Zeit des Rundgangs (ab heute 17:00 Uhr bis Sonntag 20 Uhr) Fragen, Statements und Kommentare posten, die nach einem angekündigten Zeitplan von Mitgliedern der HGB beantwortet werden.

Wir laden Sie herzlich ein, sich an dieser wichtigen Diskussion zu beteiligen: Solidarisieren Sie sich, rufen Sie unsere Seite auf, stellen Sie Ihre Fragen und/oder schildern Ihre Sichtweisen zu Instrumenten der Hochschulsteuerung wie Zielvereinbarungen und deren Auswirkungen auf die Situation an Kunst- und Musikhochschulen.

Vielen herzlichen Dank und schöne Grüße aus Leipzig
Anne Dietzsch, Lars-Ole Bastar, Louis Hay, Ludovic Balland, Redaktionsteam und Projektleiter der Aktion "Jetzt: Online" auf der Website der HGB Leipzig

***

Dear teachers, dear students of art and music academies,
Today, the annual tour of the Academy of Fine Arts Leipzig (HGB) opens under the title "Jetzt:" ("Now") (until 17.02.). This year, the students refrain from presenting their works and thus create space for a collective action to demand better financial and structural conditions for the HGB. Please find attached our press release and a leaflet with the exact facts and our demands. Ateliers and classrooms will be empty and open, teachers and students will be present and invite to actions and discourse.

We want to open this dialogue beyond the tour to a wider public. The current situation at the HGB Leipzig, from an economic, political and cultural perspective, also raises the question of the necessity and role of art academies within our society. This question seems to us very topical, important and of social significance. That's why we need your / your vote:
At www.hgb-leipzig.de, anyone can post questions, statements and comments during the tour (starting at 5 pm to Sunday 8 pm), which will be answered by members of HGB according to an announced timetable.

We cordially invite you to participate in this important discussion: Solidarise yourself, visit our site, ask your questions and / or describe your views on higher education governance tools, such as goal-setting and their implications for the arts and human resources situation music academies.

Many thanks and best regards from
Anne Dietzsch, Lars-Ole Bastar, Louis Hay, Ludovic Balland, editorial team and project manager of the campaign "Jetzt: Online" on the website of HGB Leipzig

Dienstag, 18. Dezember 2018

Playful Dialogue in Time and Space













































Playful Dialogue in Time and Space                
Nordic Art Center im Art Village Aotou bei Xiamen, China, Ausstellung Oktober–November 2018

(English and Danish text version below)

Der „Spielerische Dialog  – in Raum und Zeit”  ist eine Ausstellung, die von vier Künstlern reiferen Alters produziert wurde. Sie alle sind zwischen 50 und 50 Jahren alt. Das Thema der Ausstellung ist der Dialog, eine Unterhaltung im guten und im schlechten Sinn, da sie Verständnis und Missverständnis einschliesst. Es geht um Dialoge mit sich selbst, mit der Zeit, untereinander und mit dem Publikum.
















Eröffnung der Ausstellung






























Es ist ein bekanntes Phänomen, dass das Kunstpublikum eher reiferen Alters ist. Ohne Mitglieder dieser Altersgruppe kann man sich den Kulturbetrieb nicht vorstellen. Dies bestätigen jedenfalls zahlreiche Statistiken. Und so ist auch auf dieser Ebene der Versuch einer sehr direkten Kommunikation zwischen den Künstlern und dem Publikum zu sehen, das für gewöhnlich Ausstellungen besucht. Generationsspezifische Grunderfahrungen können bestenfalls hier eine ungewöhnliche Verbindung zwischen Künstlern und Publikum bewirken. Es wäre eine hervorragende Grundlage für internationalen Dialog, wenn die Lebenserfahrung der gemeinsame Nenner wird. Dazu sind alle eingeladen, die einen künstlerischen Dialog als gemeinsames Spiel begreifen.
Die Künstler der Ausstellung zeigen Werke auf Papier, die in der letzten zehn Jahren entstanden sind. Papier ist eines der bevorzugten Materialien in der Ausstellung, denn es dient der unmittelbaren Zeichnungsgeste, bleibt dabei bescheiden und transportiert doch Bedeutung und Dauer. Papier kann Träger der direkten Umriss-Skizze sein, aber genau so sehr detaillierte Zeichnungen ermöglichen.























Wurzeln der vier lebenden Künstler in der Ausstellung sind ihre frühen Erfolge der 80er Jahre, die sie seinerzeit in der Kunstwelt bekannt machten. Helgi Thorgils Fridjonsson arbeitete als Künstler nicht nur in Island sondern auch in Amsterdam, das für ihn zur Platform für internationale Kontakte wurde. Wang Tong verliess China infolge der politischen Situation der 80er Jahre, die der ökonomischen Öffnung zu widersprechen schien. Holger Bunk wurde Teil des Aufbruchs der Malerei, der in der deutschen Szene von Köln und Düsseldorf ausging. Und Lars Ravn war eine der starken Maler, die den neuen künstlerischen Aufbruch auch in Dänemark unter der Bezeichnung der „Neuen Wilden” vorantrieben.


Diplomaten aus verschiedenen europäischen Ländern 
zu Besuch in Aotou

























Gemeinsam ist diesen vier Künstlern auch, dass sie die dänische Künstlervereinigung CORNER entweder besucht haben oder sogar treibende Kräfte in diesem Künstlerbund waren. Es war eine Ausstellung von CORNER, in denen drei der Künstler erstmals eine gemeinsame Arbeit herstellten und zeigten: „The Studio” (Das Atelier) 2007. Seitdem haben sie in Reykjavik auf Island (2012) und zuletzt noch in Silkeborg Bad in Dänemark (2018) ausgestellt.

die Ausstellung in Silkeborg Bad Mai 2018






















Für die Ausstellung in Silkeborg und Xiamen wurde das „Spiel”  um zwei hochrangige bildende Künstler erweitert, die in ihren Ländern große Inspiration und Aufmerksamkeit bewirken konnten. J.F. Willumsen (l863-1958), der jenseits der Grenzen Dänemarks inzwischen immer bekannter wird. Und Qi Baishi (1864-1957) der eine völlig neue Tendenz in der chinesischen Malerei des 20. Jahrhunderts initiierte. 



Willumsen-Blätter bei der Rahmung




























Arbeiten von Qi Baishi über Blättern von Holger Bunk im NAC in Aotou







Diese zwei lang verstorbenen Künstler wurden zu dieser Ausstellung mit Arbeiten eingeladen, die genau der Lebensphase der Jüngeren entspricht, nämlich mit Arbeiten aus ihrer Praxis zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.
Zu J.F. Willumsens stärksten graphischen Arbeiten gehören seine Drucke, die auf den Krieg in Europa reagieren. Qi Baishi hat mit seinen später hoch anerkannten Beobachtungen von Alltagsdingen (Chinakohl, Henne mit Küken, Chrysanthemen, spielenden Katzen) ein neues Bild des sich schnell ändernden China geschaffen.












































Eine Besonderheit der Ausstellung sind Wandzeichnungen, die gemeinsam direkt auf ausgewählten Wänden in der Ausstellung mit Graphit und Kreide entstehen. Nach der Ausstellung werden diese Bilder übermalt und nicht mehr zu sehen sein. Auf diese Art ist die Ausstellung ein Unikat und kann nur in Teilen wandern. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Bildmotiven befinden sich so im Dialog und sollen eine Antwort in der Vorstellungswelt der Betrachter hinterlassen.

Playful Dialogue – in Time and Space.
Lars Ravn im Namen der Künstler, Übersetzung Holger Bunk

Xiamen – juni 2018
























Playful dialogue - in time and space  DANSK

Nordic Art Center  Art Village Aotou near Xiamen, China 
Exhibition October-November 2018


Er en udstilling skabt af fire kunstnere i deres modne alder ca. mellem 50 og 60 år. Udstillingens tema er dialog – på godt og ondt. Dialog med sig selv, tiden, hinanden og med publikum. 
Verden over er det også publikum i den modne alder, der siges at være det kulturbærende publikum. Det peger mange statistiske undersøgelser i hvert fald på. Så på mange måder er der også her en direkte kommunikation mellem de skabende kunstnere og det publikum der oftest besøger kunst udstillinger i almindelighed. Så en slags erfarings grundlag formodes at være fælles mellem de skabende kunstnere og det besøgende publikum. Et udmærket dialog grundlag verden over. En slags menneskelig livserfaring som fællesnævner. Men som altid i kunstneriske anliggende er alle naturligvis velkommen til at lege med. 




















De udøvende kunstnere medbringer værker til udstillingen skabt på papir inden for det seneste årti. Papir, fordi det er et yndet materiale for de involverede kunstnere at skabe kunst i. Det er både udtryk for noget umiddelbart og beskedent - og noget varigt betydningsbærende. 


















Papiret kan bære den umiddelbare geniale indskydelse, skitse – og det dybsindigt, ned til detaljen gennemarbejde.
De fire levende kunstnere har alle rod i 80’ernes nybrud, der hvor i verden de nu befandt sig dengang. Helgi, ud over Island bl.a. i Amsterdam og skabte mange internationale kontakter den vej. Wang Tong forlod Kina i kølvandet på de politiske stramninger i 80’erne. Stramninger der faldt sammen med en åbenhed mod resten af verden set i et økonomisk perspektiv. Holger Bunk deltog i maleriets nybrud i de tyske kunstmiljøer omkring Köln og Düsseldorf. Og Lars Ravn var en af de bærende kræfter i det maleriske nybrud der fandt sted i Danmark omkring ”De Unge Vilde”.




















Fælles for de fire kunstnere er også, at de enten har gæstet kunstnersammenslutningen Corner eller været direkte bærende kræft i samme. Det var på en Cornerudstilling tre af kunstnerne første gang skabte et stort fælles værk ”The Studio” (2007). Siden har kunstnerne udstillet i Reykjavik på Island  (2012) og sidst men ikke mindst på Silkeborg Bad (2018)

































Til denne udstilling er ”legen” udvidet med invitation af to hæderkronede billedkunstnere der hver har begejstret og inspireret der hvor de nu kommer fra. J.F. Willumsen (leve år) der langsomt vækker interesse ud over Danmarks grænser i det øvrige Europa. Og Qi Baishi (leve år) der har dannet skole i Kina i det 20. århundrede. De to afdøde kunstnere er inviteret med til udstillingen med værker skabt da de selv var udøvende og reagerede på deres omverden, da de var mellem 50 og 60 år.



























J. F. Willumsen skabte nogle af hans stærkeste grafiske værker som reaktion på krigen i Europa. Qi Baishi fandt spiren til hans senere meget yndede detaljer fra hverdagens motiver (kinakål, kyllinger efter hønen, krysantemum, kattens leg) i et Kina i opbrud og forandring. 

















































En ekstra finesse ved udstillingerne er, at der altid bliver skabt værker direkte på udvalgte vægge i udstillingslokalerne. Værker skabt af de levende, deltagende kunstnere i fællesskab med blyant og kridt. Efter endt udstilling overmales udstillingens øjebliks værk. På den måde kommer udstillingen i høj grad i dialog med både fortid, nutid og til en hvis grad fremtid, også grundet de billeder, der skabes i betragterens hoved som reaktion på den kunst, der møder dem. 

Playful dialouge - in time and space

På kunstnernes vegne – Lars Ravn.  Xiamen - June 2018























Playful Dialogue in Time and Space      ENGLISH         

Nordic Art Center  Art Village Aotou near Xiamen, China, Exhibition October-November 2018


Playful dialouge - in time and space

Is an exhibition created by four artists in their mature age. They are all between 50 and 60 years old. The theme of the exhibition is dialogue - in good and bad. Dialogue with oneself, time, each other and with the audience.
All over the world it is said that the audience who view art is of the mature age, which is said to be the culture-bearing audience. There are, in any case, many statistical surveys telling so. Therefore, in many ways there is also a direct communication between the creative artists and the audience who usually visit art exhibitions in general. So some kind of experience's basis is supposed to be shared between the creating artists and the audience. An excellent dialogue base around the world. A kind of human life experience as a common denominator. But as always in artistic matters, everyone is of cause welcome to play along.























The performing artists bring works to the exhibition created on paper in the last decade. Paper because it is a favourite material for the artists involved to create art on. It is both an expression of something immediate and modest - and something lasting meaningful. The paper can carry the immediate genius indentation, outline - and very detailed drawings.


























The four living artists are all rooted in the 80's breakthroughs, where in the world they now existed. Helgi, in addition to Iceland, created art in Amsterdam and have many international contacts from that platform. Wang Tong left China in the wake of political tightening’s in the 80's. Tensions that coincided with an openness to the rest of the world seen in an economic perspective. Holger Bunk participated in the new break of paintings in the German art environment around Köln and Düsseldorf. And Lars Ravn was one of the strong forces in the picturesque new break that took place in Denmark around the painting phenomena "The young Wild ".























Common to the four artists is also that they have either visited the artist association Corner or been directly bearing forces in the same. It was at a Corner Exhibition three of the artists first created a large joint work "The Studio" in 2007. Since then, the artists have exhibited in Reykjavik in Iceland in 2012 and last but not least at Silkeborg Bad in Denmark in 2018.


Danish Minister Mette Bock with Holger Bunk at the show in Silkeborg Bad  




























For this exhibition, the "game" is expanded with the invitation of two high-ranking visual artists who each have excited and inspired where they are from. J.F. Willumsen (1863-1958), who slowly attracts interest beyond Denmark's borders in the rest of Europe. And Qi Baishi(1864-1957) has formed art which has created a whole new tendency in China in the 20th century. The two long dead artists are invited to the exhibition with works created when they were practicing and responded to their outside world when they were between 50 and 60 years old.
J. F. Willumsen created some of his strongest graphic works in response to the war in Europe. Qi Baishi found the sprout for his later highly-favoured details from everyday motives (china cabbage, chickens after the hens, chrysanthemum, the cats playing) from a country in change.   























An additional finesse at the exhibition is that works are always being created directly on selected walls in the exhibition rooms. Works created by the living, participating artists together with pencil and chalk. After the exhibition, the drawings of this exhibition will be painted over. In this way, the exhibition is in dialogue with both the past, the present and the extent of the future, also due to the images created in the viewer's head in response to the art that meets them.



























Playful dialouge - in time and spaceOn behalf of the artists - Lars Ravn.






























PLAYFUL DIALOGUE IN TIME AND SPACE
Warum wir diese Ausstellung nach China  holten


Statement von Lan Lan
Kuratorin des Nordic Contemporary Art Center 

2018 



Das NORDIC CONTEMPORARY ART CENTER in Xiamen (NAC) entwickelte sich aus der Lan Lan Gallery; es basiert auf den Erfahrungen des künstlerischen Austausches der letzten 21 Jahre. Ausgangspunkt sind unsere Hoffnungen und ernsthafte Bemühungen um gegenseitige Anerkennung der jeweiligen kulturellen und künstlerischen Formen und Traditionen.
Die Übernahme dieser Ausstellung ist ein hervorragendes Beispiel, da die Zusammenarbeit vielfache Dialog zu Wege bringen kann.


Zuerst ist dies ein Dialog in Zeit und Raum, da die Ausstellung moderne und zeitgenössische Kunst vom 19. bis 21. Jahrhundert zusammenbringt.

Zum Zweiten geht es um einen Austausch zeitgenössischer Künstler auf der ästhetischen und künstlerischen Ebene. Die vier zeitgenössischen Künstler kommen aus verschiedenen Ländern mit ihren eigenen spezifischen kulturellen Hintergründen. So wurde die eigene Lebenserfahrung bereits Teil des jeweiligen kulturellen Lebens und hat dort eine gewisse Einmaligkeit in künstlerischem Ausdruck und visueller Kultur erreicht.

Drittens gibt es den Dialog zwischen Gegenwart und Vergangenheit, denn die Ausstellung zeigt auch Werke des weltbekannten chinesischen Künstlers Qi Baishi  (1864 - 1957) und des berühmten dänischen Malers J.F. Willumsen (1863 - 1958. Diese beiden künstlerischen Positionen werden im visuellen Dialog mit den teilnehmenden lebenden Künstlern gezeigt.  


Viertens geht es uns um den Dialog zwischen Publikum und Künstlern. Iben From, die Kuratorin der ersten Präsentation der Ausstellung in Silkeborg Bad (Dänemark) sagte, dass eine Gemeinsamkeit aller Werke der Respekt vor der Tradition bei gleichzeitiger Neuinterpretation und zeitgenössischem Verständnis von Repräsentation ist.

Fünftens ist Qi Baishi durch seine wegweisenden Kontakte der erste chinesische Künstler, der nach der Gründung des modernen China den Dialog zwischen Ost und West begann, indem er Kontakt zu dänischen Künstlerassoziation suchte. Auch deshalb war es die Corner Artists Association, die als erste einen Kontakt und Austausch mit China etablieren konnte. Qi Baishi trat der Association 1954 bei und übergab ihr ein Werk als Geschenk. Fünf Mal besuchte er die jährlich abgehaltene Ausstellung. Daraufhin konnte die Association erfolgreiche Ausstellungen im Pekinger Palastmuseum, im Kunstmuseum in Shanghai (1961) und im Xiamen Art Museum (2001) organisieren. 


Diese Dialoge haben eine tiefe Bedeutung für den Kunstaustausch zwischen China und Dänemark. Als Kuratorin des Nordic Contemporary Art Center in Xiamen hoffe ich, dass die Ausstellung "Playful dialogue in space and time" von Silkeborg gut in unsere Räume übertragen und neu sichtbar werden kann. Wir hoffen auf weitere Institutionen, die sich dafür interessieren. Wir hoffen weiterhin, dass die Idee der Ausstellung in der Kombination der älteren Werke mit den zeitgenössischen, aktuellen und extra für diese Ausstellung entstandenen einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden kann.
So freuen wir uns auf weiteren Austausch zwischen unseren Ländern und neue Partner im Engagement für diese Kunst.







何谓 "时空乐道" ?这是关于不同文化传统、艺术形式之间相互碰撞的多重对话:

其一,跨时间和空间的对话:此次展览包容了从19世纪到21世纪的中西方现、当代优秀美术作品。



其二,当代艺术家之间的美学与视觉艺术对话:四位来自不同国家的当代艺术家,他们年龄相仿,都具有开阔的视野、厚实的艺术基础和文化修养。他们保留其独特的自身文化背景并且融合了各自生活、经历中所获得的不同文化的滋养,成就他们独特的艺术和视觉语言。

瑞典籍华人艺术家王彤,扎实的中国美术学院学习背景,又有多年的西方生活的深入了解和中西方教学经验。作品中西合璧,既有西方造型理念又有东方诗意表达。

丹麦艺术家 Lars Ravn,丹麦80年代崛起的新型“野性”艺术家的代表。作品呈现形式丰富多彩,无论是主题还有绘画语言,有着天马行空的自由。

德国艺术家 Holger Bunk,斯图加特美术学院教授,作品有学院派理性与深沉,作品呈现是我们心中另类都市生活,在他的笔下找到自己孤独,苦闷与彷徨的影子。
冰岛 Helgi Thorgils Fridjonsson,冰岛最著名的当代艺术家之一,作品自成一派,形式语言多面性,在他的笔下是全新的童话世界,是自由的畅想。









其三,当下、过去艺术家的对话:此次将一并展出对各自国家及世界都具有卓越贡献的中国著名艺术家齐白石先生(1864-1957)和丹麦著名艺术家 J.F. Willumsen 先生(1863-1958)的作品的对话。他们出生年代相同,生活经历也非常相近,都曾在封闭的年代进行有创造性的艺术探索且对后人起到积极的影响,为年轻艺术家提供丰富的灵感和创作源泉。

值得注意的是作为丹麦康纳(Corner)美术家协会会员之一齐白石早在1953年新中国成立之初便率先开启了与北欧乃至西方的文化艺术交流。

其四,观众与艺术家的对话:正如丹麦Silkeborg Bad美术馆馆长Iben From所说,他们如此广受欢迎的原因是因为他们尊重传统的同时又代表复兴。对两边观众而言一定是全然不同的体验,甚至能突破他们对传统和当代的全新认识。



在厦门翔安区政府,澳头特色小镇的全力支持下,于201712月成立的厦门·北欧当代艺术中心,从厦门旧雨今来轩画廊LanLan Gallery开始,经历了北欧与中国文化交流的第 21 个年头。我们最真诚、最深切的愿望和梦想,就是能够实现对不同文化传统以及艺术形式的一个更好的理解和认知。这次的平移和巡回展就是一个非常好的实践。




厦门北欧当代艺术中心 馆长 蓝兰





Playful Dialogue – In Time and Space

In a powerful and poetic exhibition created by 4 artists: Helgi Thorgils Fridjónsson (Iceland); Holger Bunk (Germany); Lars Ravn (Denmark); Tong Wang (Sweden) all around the years of 50 and 60. They are all experienced in their skills and fields of art. Painting, sculpture, Ceramics, Installation etc. In this specific exhibition they challenge each other – only to bring their own paper works form the last ten years to the exhibition hall. The dialogue starts - and so does the creation of the exhibition. To make it even more dramatic – they have “Invited” two long dead grate artist to participate with works when they also were between 50 and 60. J. F. Willumsen from Denmark and Qi Baishi from China.  – later they both became very famous in their own countries where they inspired countless numbers of young artist throughout the years – and still does.  

Nordic Contemporary Art Center in Xiamen(NAC) is a new start for previous institution; it is also the combination of cultural exchanges from past 20 years. It is our sincere and deepest hopes and dreams to create a better insight and acknowledgment of each other’s cultural and artistic forms and traditions, in order to enlighten the potentials to learn from each other and to bring inspiration around the world. 
This moved exhibition would be a great practice.
Artists from four different countries, using their unique understanding of their own culture, integrate into their lives and experiences in different cultures, present with their best form of art, this is one of the best visual presentation to the audience.






These four artists are influenced by their own cultural backgrounds and have more or less experience of living abroad. The broadened horizon combines their substantial artistic foundation and cultural accomplishments make their artistic richness. While absorbing and digesting foreign cultures, they can be more aware of the essence of their own national traditions and cultural spirit. Their works are full of frankness and dreamy poetry, sometimes childish such like made by child's hand. They have never pander to the trend of the appendage, they have no intention to pursue the grand narrative, and the application of the technique is very simple. The imaginations are rich and free, and make sense. The theme can also be used to feel the painter's passion for nature, life and love. 


These kinds of rich and uninhibited imagination and unique painting experience are highly attractive to a Chinese audience. They can meet their spiritual curiosity and exploration of multicultural blend through these works, which is the essence of the exhibition.

Another highlight of the exhibition is the old Chinese artist Mr. Qi Baishi. As Iben says, his works respected tradition and represented renewal. This will be a chance to seeing Qi Baishi's works in a Nordic exhibition, which is a totally different experience for Chinese audiences, and can even break through their new understanding of tradition and contemporary.



As the curator from Nordic Contemporary Art Center in Xiamen, I really hope the exhibition "Playful Dialogue in Time and Space" from Silkeborg can be moved to our center and other institution who interested in, to give the opportunities for Chinese audience to come close to Xiamen followed by these European artists, to enjoy the art of different cultural backgrounds, and the resulting traditional and innovative visual dialogue. This exhibition could be a good start and the link for European and Chinese culture and art exchanges, and we also expect to expand cultural exchanges and cooperation, to attract other interested partners.

Lan Lan
Curator of Nordic Contemporary Art Center Aotou/Xiamen 2018




























Links:



catalogue of Holger Bunk, Lars Ravn and Helgi Thorgils Fridjonsson at ASÍ Art Museum
ASÍ Art Museum